Hochvolt-Batterielabor

Klimakammer und Tester Twaice

Die 2018 gegründete Firma TWAICE ist aufgrund der Kompetenzen im Errichten von Laboren auf die VISPIRON SYSTEMS GmbH aufmerksam geworden. Die Erfahrungen aus dem Bau unseres hauseigenen Hochvolt Labors haben TWAICE überzeugt und so initiierte man das gemeinsame Vorhaben, ein Batterie-Testlabor zu errichten. Um Prüfstände – insbesondere beim Test von Hochvolt-Komponenten –  in einem Labor betreiben zu können, müssen einige Anforderungen an das Gebäude, die Sicherheit und die Systemleistung erfüllt sein.

1. Ausgangssituation - Kooperation mit TWAICE

Das Unternehmen TWAICE entwickelt Simulationsmodelle und Predictive Analytics Software für Batterien, die in der Entwicklung und im Betrieb von Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Testing wurde bis 2018 größtenteils an der Technischen Universität München durchgeführt. Durch die Gründung der Firma und nach dem Umzug in einen eigenen Bürokomplex entstand auch der Wunsch nach einem eigenen Labor. Die VISPIRON SYSTEMS hatte 2018 bereits ein Labor für Tests an Hochvolt-Komponenten errichtet. Durch diese Kompetenz und Erfahrung entschied sich das Management von TWAICE eine Kooperation mit uns einzugehen und uns mit der Errichtung eines Batterie-Test-Labors zu beauftragen.

Klimakammer und Tester von Twaice

2. Herausforderung - Zuverlässige Infrastruktur

Hochvolt-Batterien unterliegen mit der Nutzung im Fahrzeug einer gewissen Alterung. Dies führt dazu, dass die Fahrzeuge mit entsprechender Alterung der Hochvolt-Batterie nicht mehr an die gewohnte Systemleistung heranreichen bzw. sogar ganze Systemausfällen die Folge sein können. Daher ist es für Hersteller von elektrifizierten Fahrzeugen von großem Interesse festzustellen, wie Batterien altern, was den Vorgang beschleunigt und welche Ursachen dies haben kann. Um dazu Untersuchungen und Tests durchführen zu können benötigt man eine stabile und zuverlässige Infrastruktur, leistungsstarke Prüfstände und Klimakammern.

3. Vorgehensweise - Konzepterstellung

Die VISPIRON SYSTEMS wurde von ihrem Kooperationspartner, der TWAICE Technologies GmbH, im ersten Schritt darum gebeten, ein Konzept auszuarbeiten, aus dem ersichtlich wird, wie ein entsprechendes Labor aufgebaut sein sollte. In den nachfolgenden Monaten wurde der Plan immer konkreter. Insbesondere die hohen Anforderungen an die Systemleistung und die Sicherheitstechnik sind bei derartigen Vorhaben stets mit besonderer Sorgfalt zu beachten. In Zusammenarbeit mit TWAICE und diversen Subunternehmen konnte jedoch in mühevoller Kleinarbeit eine Gesamtplanung erstellt werden, welche den Ansprüchen (Zeitschiene, Kosten und Qualität) gerecht wurde und die Anforderungen erfüllte. Innerhalb von nur 6 Monaten (Februar 2020 bis Juli 2020) entstand ein 60m² Laborraum mit ca. 155 kW Systemleistung (Strom- und Kühlleistung), inklusive einem den strengen Vorgaben entsprechendem Zu- und Abluftsystem, das ein Absaugvolumen von 250 l/s bewältigt.

4. Fazit - Innovatives Test-Labor

Der Wandel hin zu den neu angewendeten Technologien macht deutlich, dass die Prüfinfrastruktur für diese neuen Technologien mit den einhergehenden Normen und Standards sehr gut durchdacht und unter Einhaltung aller relevanten Aspekte umgesetzt werden muss. Das A und O für ein erfolgreiches Projekt ist dabei ein gutes Konzept, sowie eine sorgfältig durchgeführte Planung. Zusammen mit der TWAICE Technologies GmbH wurde unter Einhaltung aller Zielvorgaben ein innovatives Test-Labor für Hochvolt-Batterien entwickelt und in Betrieb genommen, in dem nun reibungslos und sicher getestet werden kann.

Gesamtanlage Hochvolt Labor VISPIRON SYSTEMS zum Test für Leistungselektronik
Hochvolt-Batterielabor in Zahlen
Davon profitiert unser Kunde

0 kW

Systemleistung

0 kW

Kühlleistung

0 l/s

Absaugvolumen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.