Datenanalyse von Fahrmanöver-Messdaten

weißer BMW ohne Nummernschild fährt / driftet über Sand mit Pflanzen im Hintergrund

Die VISPIRON SYSTEMS entwickelt im Auftrag eines OEM ein Analyse-Tool zur automatisierten Auswertung von Fahrmanöver-Messdaten für Prototypenfahrzeuge. Diese Daten werden hinsichtlich signifikanter Kennwerte analysiert und grafisch aufbereitet. Der Wunsch nach Effizienzsteigerung bei gleichzeitig wachsenden Anforderungen, beispielsweise in der Fahrwerksentwicklung, lässt sich nur durch eine hochgradig automatisierte Auswertung der Daten erreichen.

1. Ausgangssituation - Eine Vielzahl von Tools

In der Entwicklungsabteilung unseres Kunden existiert eine Vielzahl von Tools und Auswertungsskripts zur Analyse von Fahrmanövern. Diese wurden ursprünglich von den Funktionsentwicklern “quick and dirty” und aus der Not heraus programmiert, da eine manuelle Auswertung von Messdaten (z.B. von ABS-Manövern) mühsam und zeitaufwendig ist. Die Tools folgen jedoch keiner klaren Struktur, sind wenig robust gestaltet, fehleranfällig und schwierig zu bedienen. Problematisch ist, dass die Bedienung meist nur durch Funktionsentwickler/Programmierer selbst erfolgen kann, da nur jene das notwendige Know-how für eine ordnungsgemäße Bedienung der Tools mitbringen. Wechselt der Entwickler die Abteilung oder verlässt er das Unternehmen, ist sein Tool für den Nachfolger nur noch bedingt nachvollziehbar und nutzbar.

Bild in einem Rahmen mit Laptop im Hintergrund und Haken im Vordergrund wird von Person im Hemd gehalten

2. Herausforderung - Akzeptanz der zentralen Toolbox

Die Herausforderung für unseren Kunden liegt darin, die weit verstreute Tool-Landschaft in einer einzigen Toolbox zu bündeln. Neben der funktionalen Integration steht auch eine einfach zu bedienende Nutzerschnittstelle im Fokus. Für die Vielzahl an Funktionalitäten müssen daher Standards beim Einlesen, Verarbeiten und Anzeigen der Daten geschaffen werden, um maximale Robustheit und Nutzerfreundlichkeit zu erzielen. Oberstes Ziel ist eine Akzeptanz dieser zentralen Toolbox in allen Nutzergruppen.

3. Vorgehensweise - Arbeitsvorgänge in Sprints

Wie in der agilen Software-Entwicklung üblich wird grundsätzlich in sogenannten Programmier-Sprints gearbeitet. Beginnend mit einer EPIC-Präsentation durch den Kunden, die das inhaltliche Umsetzungsziel für den nächsten Sprint beschreibt, werden die Anforderungen durch die VISPIRON SYSTEMS-Programmierer in Form von Stories erhoben. Diese Stories umfassen dann z. B. die notwendigen Schritte, um den Funktionsumfang eines “quick and dirty”-Tools robust in der zentralen Toolbox abzubilden. Während der Umsetzung kann der Fortschritt für den Kunden transparent auf dem JIRA-Sprint-Board dargestellt und getrackt werden. Am Ende des Programmier-Sprints werden die Ergebnisse aus der Umsetzung vorgestellt und nach einer Prüfung durch den Kunden wird der Sprint abgeschlossen. Mit dem Abschluss des Sprints kann der Prozess dann erneut beginnen und weitere Funktionen integriert werden.

4. Fazit - Integration der Toolbox

Durch die in der täglichen Praxis bereits bewährte Herangehensweise konnten bis dato seit Beginn des Projekts sechs vormals unabhängige Tools in die zentrale Toolbox integriert werden. Darüber hinaus wurde der Toolbox bereits jetzt eine Vielzahl weiterer Funktionen hinzugefügt, die dem Nutzer eine übersichtliche Darstellung von Kennwerten und Kurvenverläufen anhand der Messdaten ermöglichen.

Büro Meeting. Hände mit Puzzleteilen in der Mitte
Datenanalyse von Fahrmanöver in Zahlen
Davon profitiert unser Kunde

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Jira Stories geplant und umgesetzt

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Bremsfunktionen können automatisiert ausgewertet werden

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Fahrmanöver können automatisiert ausgewertet werden

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